Daten und Fakten


Im Freistaat Bayern wurden die Feuerwehren über 237.000-mal im Jahr 2013 zur Hilfe gerufen. Damit ist die Einsatzbelastung für die haupt- und zum großen Teil ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden gegenüber dem Vorjahr deutlich höher gewesen. Sie wurden zu rund 20.000 Bränden, 141.000 Technischen Hilfeleistungen und knapp 55.000 Rettungsdiensteinsätzen alarmiert. Bei fast einem Zehntel der Einsätze rückten die Feuerwehren vergeblich aus. Bedauerlich ist diese immer noch sehr hohe Anzahl von über 21.000 Fehlalarmen, weil jede Alarmierung gerade die Helferinnen und Helfer bei den Freiwilligen Feuerwehren belastet, da sie entweder von Ihrem Arbeitsplatz, aus ihrer Freizeit oder auch der Nachtruhe zum Einsatz gerufen werden. Zusätzlich wurden noch über 42.000 Brandsicherheitswachen geleistet. Die Einsatzzahlen der Technischen Hilfeleistungen sind natürlich stark von der der großen, letztjährigen Hochwasser-Katastrophe beeinflusst; hier wurden rund 25.000 Einsatzstellen abgearbeitet.

Diese wichtigen Leistungen für die Allgemeinheit wurden von den 7.672 Freiwilligen Feuerwehren, 7 Berufsfeuerwehren sowie 179 Werk- und 43 Betriebsfeuerwehren im Freistaat erbracht. Hier leisten etwa 326.000 Personen, davon rund 316.000 ehrenamtlich, aktiven Feuerwehrdienst. Erfreulich dabei ist, dass die Anzahl der weiblichen Dienstleistenden mit über 25.000 Feuerwehrfrauen kontinuierlich zunimmt. Dieses hohe Potenzial ist natürlich unter anderem auch der nicht unerheblichen Jugendarbeit in über 5.000 Jugendgruppen mit gut 48.000 Mitgliedern zuzuschreiben. In diesen sind schon fast ein Viertel der Mitglieder weiblich. Dieses hohe Potenzial ist natürlich unter anderem auch der nicht unerheblichen Jugendarbeit in über 5.000 Jugendgruppen mit gut 48.000 Mitgliedern zuzuschreiben, wobei hier der Anteil der weiblichen Mitglieder schon fast ein Viertel beträgt.

Erfreulicherweise mussten die Feuerwehren im letzten Jahr weniger Mitbürgerinnen und Mitbürger (1.248 Personen) bei Bränden und weitere 1.065 über Leitern retten. Für 70 Opfer kam leider jegliche Hilfe zu spät und sie konnten nur noch tot geborgen werden. Beide Zahlen zeigen, welche Bedeutung weiterhin die Menschenrettung bei Bränden einnimmt.

Bei den technischen Hilfeleistungen und Verkehrsunfällen ist ebenfalls eine Abnahme bei der Personenrettung im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres zu vermelden. So konnten die Feuerwehrleute 10.784 Bürgerinnen und Bürger retten; bei 1.494 Personen war keine Hilfeleistung mehr möglich und diese konnten nur noch tot geborgen werden. Bei der organisierten Ersten Hilfe („First Responder“) konnte 7.792 Personen von den Feuerwehrdienstleistenden geholfen werden, für 354 Menschen kam auch diese schnelle Hilfe leider zu spät.

Neben der o.a. Abdeckung der Pflichtaufgaben wurden die Feuerwehren auch über 5.000-mal in anderen Fällen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Brandschutzerziehung, Verkehrsabsicherung, etc.) für die Allgemeinheit tätig.

Dieses Engagement der vielen Helfer, die selbstlos und oft unter Einsatz ihrer Gesundheit oder auch des Lebens den Dienst für die Gemeinschaft verrichten, hat auch seinen Preis: so wurden im Berichtsjahr 2013 nach Angaben der Kommunalen Unfallversicherung Bayern hauptsächlich 2.060 Feuerwehrdienstleistende beim Einsatz- und Übungsdienst verletzt. Leider war dabei auch ein tödlicher Unfall im Feuerwehrdienst zu verzeichnen. Nur ein sehr geringer Teil der Fälle waren Wegeunfälle.

Der Freistaat Bayern fördert den Brandschutz und den Technischen Hilfsdienst. So wurden 2013 an die Gemeinden und Landkreise für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und -geräten sowie den Bau von Feuerwehrgerätehäusern Zuschüsse in Höhe von rund 29 Millionen Euro ausbezahlt.